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Sommertour durch den Landkreis Görlitz (Tag 2)

Der zweite Tag meiner Sommertour begann bei der Görlitzer Hanf-und Drahtseilerei. Das Seilerhandwerk hat in der Neissestadt mehr als 175 Jahre Bestand. Heute produzieren rund 60 Leute eine riesige Palette an Produkten zwischen Aufhängungen für Brücken, traditionellen Netzen oder ganz kleinen Edelstahlseilen für die optische Industrie. Dabei setzt das Unternehmen sehr auf Europa, wo zahlreiche Vertriebswege hinführen. Auch zehn Prozent der Arbeitskräfte in dem Unternehmen kommen von außerhalb. Sie sprechen Polnisch, Tschechisch, Englisch oder Französisch. Die Umsatzsteigerung von 950 Prozent seit den Jahren der Wende, als der Betrieb weitergeführt und modernisiert wurde, hat auch damit etwas zu tun.

Im Anschluss machte ich  Halt bei der Lausitz Elaste GmbH in Rothenburg. Das 1991 als Nachfolger der PEKA Gummiwerke Niesky am Standort Flugplatz Rothenburg neugegründete Unternehmen beschäftigt 80 Mitarbeiter*innen und stellt Kunststoff-Gummi- und Metall-Gummiverbindungen sowie Gummiformteile für die Automobilindustrie, Schienenfahrzeugindustrie sowie die Verbrauchsgüter- und Bauindustrie her. Große Hoffnungen hinsichtlich des zu erwartenden Zulieferpotentials setzt das schon jetzt sehr gut ausgelastete Unternehmen in die geplante Ansiedlung des chinesischen Großinvestors, welcher am Standort Rothenburg in unmittelbarer Nachbarschaft ein Werk für Elektrofahrzeuge errichten will.

Ich bin sehr beeindruckt vom gewaltigen Umfang der Produktpalette sowie der Flexibilität, mit welcher die Rothenburger auf individuelle Kundenanforderungen reagieren können.

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