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Sächsische Regierung prüft Ausbau der B 178 nach Norden

Während die Bundesregierung einer möglichen Nord-Trasse skeptisch gegenüber steht, hat das sächsische Verkehrsministerium eine Machbarkeitsstudie veranlasst.

Landkreis. Die Bundesregierung sagt trocken: Wir planen nichts. Doch in Sachsen arbeitet die Koalition aus CDU und SPD daran, die Bundesstraße B 178 doch noch von Weißenberg bis in die Nähe von Cottbus auszubauen. Das SPD-geführte sächsische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr (SMWA) hat nach eigenen Angaben bereits im April dieses Jahres eine Machbarkeitsstudie veranlasst. Die Ausschreibung läuft bereits.

Das überrascht sogar den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Baum, der gerade dabei ist, mit Kollegen der CDU eine entsprechende Initiative in den Landtag einzubringen. „Umso besser“, sagte Baum am Montag. Der Abgeordnete aus Krauschwitz setzt sich seit zwei Jahren besonders dafür ein, dass der Landkreis Görlitz besser an die Autobahn A 15 und somit an den Großraum Berlin angebunden wird.

Eine Ministeriumssprecherin teilte mit, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) sei mit einer Studie beauftragt worden, die den Nutzen und die Kosten einer Verlängerung der B 178 von Weißenberg bis nach Roggosen kalkuliert. „Ob eine Verlängerung der Trasse Richtung Norden tatsächlich machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist, wird das Ergebnis zeigen.“

Berücksichtigt werden sollen auch Belange des Umweltschutzes. Eine gerade Verbindung zwischen Weißenberg und Roggosen würde durch das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft führen. Ende dieses Jahres soll das Ergebnis vorliegen, sagte die Ministeriumssprecherin.

Ursprünglich wollten mehrere Landtagsabgeordnete aus der Oberlausitz diese Inititative nach der Sommerpause in den Landtag einbringen. Nun rennen sie offene Türen ein.

Thomas Baum zeigt sich überzeugt vom Nutzen und von der Notwendigkeit dieser Trasse. „Ich rechne damit, dass sie am Tag von etwa 10 000 Fahrzeugen genutz würde.“ Er hält eine dreispurige Schnellstraße nach Norden für unverzichtbar, wenn die Lausitz den anstehenden Strukturwandel schaffen will, den das Ende der Energiegewinnung aus Braunkohle mit sich bringen wird.

Vorige Woche hatte das zuständige Bundesministerium noch knapp auf eine Anfrage der Grünen geantwortet: „Wir planen nichts.“ Denn im Bundesverkehrswegeplan steht diese Trasse nicht. Thomas Baum will nun eine planerische Umleitung finden, damit die Nord-Trasse doch noch wahr wird. (szo/fs)

Quelle: SZ-online.de

https://www.sz-online.de/nachrichten/saechsische-regierung-prueft-ausbau-der-b-178-nach-norden-3958177.html

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